
Linda
Züblin im Gespräch
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Vor acht Jahren führte Swiss Athletics anlässlich der EM in München ein "Youth-Camp" durch. Junge Nachwuchsathletinnen und Athleten konnten sich über eine Limite für dieses Camp qualifizieren. Man war in München in einer internationalen Jugendunterkunft stationiert, trainierte jeweils am Morgen und am Nachmittag/Abend war man als Fan-Gruppe Zuschauer bei den Wettkämpfen. |
Der
Verband hatte damals beschränkt finanzielle Mittel zur Verfügung und gelangte daher mit einer Unterstützungs-Anfrage an die Supporter –
und diese halfen.
| Um einen Eindruck vom Projekt zu bekommen, reiste Kassier Jörg
Oegerli nach München und besuchte die junge Gruppe.
Neben weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer war damals auch Linda Züblin bei dieser Gruppe dabei. Nun können offenbar die Früchte dieser Aufbauarbeit geerntet werden. Linda war die grosse Ueberraschung der Saison 2007 und qualifizierte sich sogar als U-23 Athletin für die WM in Osaka, wo sie eine tolle Leistung zeigte. Sie nahm auch an den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil und stellte 2009 an der WM in Berlin einen neuen Schweizer Rekord im Speerwerfen auf. |
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JOE: Hallo Linda. Vor acht Jahren warst du im Youth-Camp von Swiss Athletics und an den anschliessenden Länderkämpfen in Bregenz und Bern mit dabei. Beides wurde von den Supportern mitunterstützt. Haben dich solche Projekte weitergebracht?
Linda: Ja, von solchen Projekten konnte ich sehr viel profitieren. Denn dies waren die ersten Wettkämpfe, bei denen ich mich mit der ausländischen Konkurrenz messen konnte. Wenn man an der nationalen Spitze mithalten kann, heisst es noch lange nicht, dass man auch international vorne mitmischen kann. Ich mag mich noch an den Länderkampf in Bern erinnern, als eine gleichaltrige deutsche Athletin den Speer an die 50m Marke geworfen hat. Ich war sooo fasziniert. Solche Erfahrungen haben mich immer sehr motiviert, mehr zu trainieren um auch einmal so gute Leistungen erreichen zu können.
JOE: Von den Supportern werden ja nicht nur spezielle Projekte des Verbandes unterstützt. Wir zahlen auch Beträge an kantonale Lager und verteilen jedes Jahr den Förderpreis, der auf der Rangliste an den Vereinsmeisterschaften basiert. Bei diesem Förderpreis hat die LG Oberthurgau auch schon Beiträge erhalten. Was hältst Du von solchen Aktionen?
Linda: Ja, die Supporter finde ich eine suuuper Sache. Dadurch, dass die Leichtathletik eine Randsportart ist, ist es umso schwieriger Sponsoren oder Stiftungen zu finden, die uns finanziell unterstützen. Deshalb sind wir den Supportern dankbar für jeden Zustupf und den grossen Einsatz, den sie für unsere Sportart leisten.
JOE: Mit dem neuen Prospekt wirst du quasi Botschafterin für die Supporter-Vereinigung. Dadurch kommen hoffentlich auch neue Mitglieder in den Verein. Würdest du dich da zur Verfügung stellen?
Linda: Ja, auf jeden Fall. Als Athletin versuche ich, so gut wie möglich eine Botschafterin der Leichtathletik zu sein- und hoffe, dass unsere Sportart wieder mehr an Popularität gewinnt.
JOE: Vielen Dank, Linda, für deine Zusage hier mitzumachen. Zum Schluss: Was ist deine Botschaft an potentielle Supporter-Mitglieder? Warum sollten sie Mitglied werden?
Linda: Die Supporter geben jungen Athleten die Chance an internationalen Wettkämpfen und Youth- Camps teilzunehmen. Solche Erfahrungen sind sehr wichtig, weil man sich an der ausländischen Konkurrenz messen kann und sieht, dass dort ein anderer Wind weht. Dank den Supportern konnte ich in München am Länderkampf starten und anschliessend die ganze EM live mitverfolgen. Ich träumte davon, eines Tages auch einmal vor so vielen Zuschauern starten zu können. Mich haben solche Anlässe immer sehr motiviert.
Die Supporter machen’s möglich
JOE: Merci, Linda, für das Gespräch. Alle aktuellen und zukünftigen Supporter wünschen dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg im Siebenkampf.